BMW CCC (E60, E90, X5 2004–2010): CarPlay im alten iDrive nachrüsten
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Wer einen BMW zwischen etwa 2004 und 2010 fährt, hat vermutlich schon einmal gehört, beim Infotainment sei nichts mehr zu machen. Für ein so altes Auto gebe es kein CarPlay, und der einzige Weg sei, den iDrive-Bildschirm gegen ein Android-Radio aus dem Zubehör zu tauschen.
Das stimmt nicht. CCC-Fahrzeuge nehmen ein Nachrüstmodul wie jede andere Generation.
Was CCC ist
CCC steht für Car Communication Computer — BMWs iDrive der ersten Generation, gebaut von etwa 2004 bis 2010.
Verbaut im E60 und E61 5er, E63 und E64 6er, E90 und E91 3er sowie im E70 X5.
Sie erkennen es an drei Dingen:
- Der Bildschirm ist eingelassen, hinter einem Rahmen im Armaturenbrett, und fährt bei vielen Fahrzeugen beim Start aus. Nach heutigen Maßstäben ist er klein — 6.5 oder 8.8 Zoll.
- Der Controller ist ein einfacher Drehregler ohne Touchfläche obendrauf. Wer mit dem Finger einen Buchstaben auf seinen Controller schreiben kann, hat kein CCC.
- Das Menü ist eine reine Textliste, praktisch ohne Farbe, und die Karte baut sich sichtbar langsam auf. Die Menüpunkte haben keine Symbole.
CCC oder CIC? Die eine wichtige Unterscheidung
Der Nachfolger CIC überschneidet sich zeitlich mit CCC — beide kommen in E-Modellen vor, und gerade im E60 findet man beides.
Verlässlich ist das Menü:
- Reine Textliste, keine Symbole, flache langsame Karte → CCC
- Menüpunkte mit Symbolen, Karte dreht sich in 3D → CIC
Landen Sie bei CIC, brauchen Sie stattdessen das CIC-Modul. Das falsch einzuschätzen ist der häufigste Fehler in dieser Ära.
Das Modul
Das CCC-Modul (269 €) wird zwischen Steuergerät und Bildschirm gesetzt. Es ergänzt kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, und alles Werkseitige bleibt genau so, wie es war.
Es kostet mehr als die 219-€-Module für neuere Systeme, und zwar aus einem nachvollziehbaren Grund: CCC ist alt genug, dass Videosignal und iDrive-Bus weniger standardisiert sind als in späteren Generationen — das Modul muss mehr Arbeit leisten, um sich sauber einzufügen.
Bedienung ohne Touchscreen
Das ist die häufigste Frage von CCC-Besitzern, und sie hat eine gute Antwort.
CCC hat keinen Touchscreen und hatte nie einen. Das Modul bindet sich an den iDrive-Dreh-Drück-Steller — Sie navigieren CarPlay mit dem Regler und den Tasten drumherum, genauso wie durch die Werksmenüs.
Das funktioniert besser, als die meisten erwarten. Die CarPlay-Oberfläche ist ein Raster großer Symbole, was einem Drehregler entgegenkommt. Den Rest deckt Siri per Sprache ab.
Was bleibt und was dazukommt
Bleibt: Werksnavigation, Radio, Bluetooth-Telefonie, Fahrzeugeinstellungen, Rückfahrkamera sofern vorhanden, Parksensoren, Lenkradtasten, das Logic7- oder HiFi-Soundsystem.
Kommt dazu: kabelloses Apple CarPlay, Android Auto, Google Maps und Waze auf dem Werksbildschirm, Spotify über die Werkslautsprecher, Siri.
Bei einem Fahrzeug dieses Alters ist der praktische Effekt erheblich. Die Werksnavigation in einem BMW von 2007 ist, ehrlich gesagt, überholt — kein Live-Verkehr, keine sinnvollen Kartenupdates. CarPlay ersetzt das durch das, was Ihr Handy heute kann.
Lohnt sich das bei einem so alten Auto?
Eine berechtigte Frage, also eine ehrliche Antwort.
269 € bei einem Auto im Wert von wenigen tausend Euro sind ein spürbarer Anteil. Die Alternative ist aber meist ein Android-Radio aus dem Zubehör für 400–800 €, das die Originaloptik zerstört, oft die Lenkradtasten lahmlegt und das Auto sofort alt aussehen lässt.
Das Modul lässt den E60 oder E90 genau wie einen E60 oder E90 aussehen. Für Besitzer, die das Auto so mögen, wie es ist — und das sind die meisten, die heute noch eines fahren — ist genau das der Punkt.
Wenn Sie innerhalb eines Jahres verkaufen wollen, lohnt es sich vermutlich nicht. Wenn Sie das Auto behalten, verändert es den Alltag mehr als alles andere, was Sie für 269 € hineinstecken könnten.
Häufige Fragen
Funktioniert die Rückfahrkamera weiterhin?
Ja, sofern vorhanden. Rückwärtsgang einlegen und der Bildschirm wechselt automatisch.
Kann ich das selbst einbauen?
Ja. Bei E-Modellen sitzt das Steuergerät hinter der Mittelkonsolenverkleidung und kommt mit einfachem Werkzeug heraus. Planen Sie 60–90 Minuten ein.
Schränkt der kleine Bildschirm CarPlay ein?
Die Oberfläche passt sich der Werksauflösung an. Es ist nicht so großzügig wie ein modernes 10-Zoll-Display, aber voll nutzbar — die Symbole sind bewusst groß.
Funktioniert es mit Logic7?
Ja. Der Ton läuft in voller Qualität über den Werksverstärker.
Wie lange gilt die Garantie?
24 Monate.
Vor der Bestellung bestätigen lassen
Weil CCC und CIC sich überschneiden, lohnt sich bei dieser Generation eine Prüfung. Schicken Sie Ihre FIN an info@oemcarplay.com — wir bestätigen schriftlich, welches der beiden Systeme Ihr Auto hat. Kostenlos, in der Regel innerhalb von 30 Minuten.
Die vollständige Erkennung aller fünf BMW-Systeme steht in der BMW-Systemanleitung. Oder sehen Sie sich alle BMW CarPlay-Module an.
