BMW CIC (E84, F20, F30, F10): erkennen und das richtige Modul wählen
Published:Teilen
CIC sitzt an einer unglücklichen Stelle. Es ist die Generation zwischen BMWs erstem iDrive und dem modernen, überschneidet sich mit beiden und kommt sowohl in E-Modellen als auch in frühen F-Modellen vor. Diese Kombination erzeugt viele Fehlbestellungen.
So gehen Sie sicher, dass Sie es haben.
Was CIC ist
CIC steht für Car Information Computer, gebaut von etwa 2008 bis 2013.
Verbaut im E60 5er (spätere Fahrzeuge), E70 X5, E90 3er, E84 X1, F01 7er sowie in den frühen F10, F20 und F30.
Genau diese Liste ist das Problem: Dieselben Baureihenkürzel tauchen auch unter CCC (früher) und NBT (später) auf. Die Baureihe allein sagt es Ihnen nicht.
So erkennen Sie es
Sehen Sie sich das Menü an. Das ist der verlässliche Test.
- Menüpunkte haben Symbole, die Karte dreht sich flüssig in 3D → CIC
- Reine Textliste, keine Symbole, flache langsame Karte → CCC, das ältere System
- Schwarzer Hintergrund, senkrechte Liste links, freistehender Bildschirm → NBT, das neuere System
Bestätigen Sie es dann über die Bauform:
- Bildschirm eingelassen, hinter einem Rahmen → CIC (oder CCC)
- Bildschirm steht wie eine separate Platte auf dem Armaturenbrett → NBT oder neuer
- Controller ohne Touchfläche obendrauf → CIC (oder CCC). Ein Touchpad bedeutet NBT oder neuer.
Also: eingelassener Bildschirm + Symbole im Menü + kein Touchpad = CIC.
Der Fall E90
Der E90 3er lief von 2005 bis 2013 und deckt sowohl CCC als auch CIC ab.
Grob: Fahrzeuge vor 2008 sind CCC, ab 2008 mit Professional-Navigation CIC. Der Wechsel war aber fließend und ausstattungsabhängig — nutzen Sie den Menü-Test statt des Baujahrs.
Das ist die häufigste Ursache für Fehlbestellungen in der CIC-Ära, und sie kostet in jedem Fall eine Rücksendung.
Das Modul
Das CIC-Modul (219 €) wird zwischen Steuergerät und Bildschirm gesetzt. Kabelloses Apple CarPlay, Android Auto per Kabel, und jede Werksfunktion bleibt erhalten.
Die Bedienung läuft über den iDrive-Dreh-Drück-Steller — CIC hat keinen Touchscreen und braucht auch keinen. Das Raster großer CarPlay-Symbole passt gut zu einem Drehregler.
Was bleibt und was dazukommt
Bleibt: Professional-Navigation, Radio, Bluetooth-Telefonie, Fahrzeugeinstellungen, Rückfahrkamera, Parksensoren, Lenkradtasten, Logic7- oder HiFi-Sound.
Kommt dazu: kabelloses Apple CarPlay, Android Auto, Google Maps und Waze auf dem Werksbildschirm, Spotify über die Werkslautsprecher, Siri.
Die werkseitige CIC-Navigation bleibt voll funktionsfähig. CarPlay ist eine zusätzliche Quelle, zu der Sie per Tastendruck wechseln — viele Besitzer nutzen weiterhin die Werksnavigation für vertraute Strecken und CarPlay für alles, was Live-Verkehr braucht.
Häufige Fragen
Funktioniert das werkseitige Bluetooth weiter?
Ja. Das BMW-eigene Bluetooth für Anrufe läuft weiter. CarPlay ergänzt eine zweite Bluetooth-Verbindung für seinen eigenen Bedarf.
Verliere ich die Professional-Navigation?
Nein. Sie bleibt genau wie vorher.
Ist die Rückfahrkamera betroffen?
Nein. Rückwärtsgang einlegen und der Bildschirm wechselt automatisch, sofern eine Kamera verbaut ist.
Mein E90 ist von 2009 — ist das sicher CIC?
Wahrscheinlich, wenn er Professional-Navigation hat. 2008–2009 ist aber die Übergangszeit — prüfen Sie das Menü oder schicken Sie die FIN.
Kann ich das selbst einbauen?
Ja. Je nach Modell 45–90 Minuten mit einfachem Werkzeug. Bebilderte Anleitung liegt bei.
Wie lange gilt die Garantie?
24 Monate.
Vorher bestätigen lassen
CIC überschneidet sich nach unten mit CCC und nach oben mit NBT, auf Baureihen, die in allen drei vorkommen. Im Zweifel schicken Sie Ihre FIN an info@oemcarplay.com — wir bestätigen schriftlich, welches System Ihr Auto hat. Kostenlos, in der Regel innerhalb von 30 Minuten.
Die vollständige Erkennung aller fünf BMW-Systeme steht in der BMW-Systemanleitung. Oder sehen Sie sich alle BMW CarPlay-Module an.
